Kinderfüße richtig messen

Die Länge beider Füße wird in Socken und im Stehen gemessen. Der längere Fuß gilt. In den meisten Schuhgeschäften wird auch die Breite des Fußes gemessen. Zuhause können Sie das Kind mit dem Fuß auf einen Karton stellen, einen Umriss zeichnen und den dann abmessen. Achten Sie darauf, dass das Kind die Zehen nicht einzieht. Der so gemessenen Länge müssen mindestens 12 mm hinzu gegeben werden – dann wissen Sie wie lang der Schuh innen (!) sein muss.

Die richtigen Materialien

Das Material eines Kinderschuhs sollte weich und geschmeidig sein. Von außen muss der Schuh Feuchtigkeit und Wasser abweisen, von innen Feuchtigkeit aufnehmen und abtransportieren. Hochwertiges Leder entspricht diesen Anforderungen am ehesten, aber auch neue, atmungsaktive Gewebe sind auch für Kinderschuhe sinnvoll. Gummistiefel bieten natürlich wenig Belüftung und sollten daher immer nur dann getragen werden, wenn es auch nötig ist.

Faustregeln für den Schuhkauf

  • Legen Sie den Schuhkauf am besten auf den Nachmittag, weil die Füße im Laufe des Tages anschwellen können.
  • Wenn Sie mit dem Daumendruck auf den Zeh des Kindes prüfen wollen, wie viel Platz noch in der Spitze ist, umfassen Sie mit der anderen Hand den Spann des Fußes, damit Sie merken, ob das Kind die Zehen zurückzieht.
  • Die Schuhe sollten immer mindestens um einen Zentimeter länger sein als der Fuß (innen gemessen).
  • Ist der Schuh zu weit, nicht mit der kleineren Größe Abhilfe schaffen, denn die ist auch kürzer. Suchen Sie ein anderes Modell, das schmaler ist.
  • Achten Sie vor allem auf genügend Platz für die Zehen. Spitze Schuhe mögen lustig aussehen – gesund für die Kinderfüße sind sie auf keinen Fall.
  • Spätestens nach drei Monaten sollte erneut überprüft werden, ob die Schuhe noch passen.

Keine Kompromisse – so muss die Devise lauten, wenn es um das Schuhwerk von Kleinkindern geht. Denn Schuhe, die nicht richtig passen, können Schäden verursachen, die man selbst als Erwachsener nicht mehr los wird.

Verschiedene Studien – beispielsweise der Medizinischen Universität Wien oder der Betriebskrankenkassen in Deutschland – haben in den vergangenen Jahren erschreckende Ergebnisse hervor gebracht: Rund zwei Drittel der Kinder trugen zu kleine Schuhe. Dabei können unpassende Schuhe die Füße dauerhaft schädigen.

Obwohl die meisten Babys mit gesunden Füßen geboren werden, sind die Füße bis zur Einschulung oft schon nachhaltig geschädigt. Die ersten Lebensjahre sind nämlich besonders wichtig, weil gerade bei Kleinkindern das Fußskelett noch weich und verformbar ist. Zu kleine oder zu kurze Kinderschuhe können daher zu Fußdeformationen führen, die nicht nur schmerzhaft sind, sondern auch Durchblutungsstörungen und Verschleiß von Fuß-, Knie- und Hüftgelenken nach sich ziehen können.

Leider können die lieben Kleinen dies selbst kaum beurteilen und es meist auch nicht formulieren, ob ihre Schuhe passen oder nicht. Ihre Füße reagieren auf Druck noch relativ schmerzunempfindlich, da sich das Nervensystem und die Empfindlichkeit erst noch entwickeln. Umso wichtiger ist es, die Füße richtig auszumessen, um einen Schuh in der richtigen Größe und Passform zu wählen – am besten im Lurchi-Fachgeschäft.