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Wie schnell wachsen Kinderfüße?

Kinderfüße wachsen rasant ­– jeden Monat um etwa einen Millimeter. Im Kleinkindalter können sie sogar bis zu 2 Zentimeter im Jahr wachsen.

Mit zunehmendem Alter verlangsamt sich dann das Fußwachstum. Abgeschlossen ist es erst zwischen etwa 15 Jahren (bei Mädchen) und 17 Jahren (bei Jungen).

Durchschnittliches Wachstum pro Jahr

2. bis 3. Lebensjahr: 2 bis 3 Größen

3. bis 6. Lebensjahr: 2 Größen

6. bis 10. Lebensjahr: 1 bis 2 Größen

Gerade im Kleinkindalter ist es wichtig, dass die Schuhe im richtigen Maß „mitwachsen“. Kinderfüße sind weich und biegsam, deshalb spüren Kinder leider selten, wenn der Schuh drückt. Damit sie keine schlecht passenden Schuhe tragen, sollten regelmäßig die Füße gemessen und die Schuhgröße kontrolliert werden.

Die Lurchi-Fußmess-Aktion

Eine Fußmess-Aktion mit knapp 300 Kindergartenkindern im Alter zwischen zwei und sechs Jahren ergab:

68,9 %: Die Schuhe sind zu klein.
11,8 %: Die Schuhe sind zu groß.
19,3 %: Die Schuhe haben die richtige Größe.
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Welche Ursachen für Fußschäden gibt es?

Die meisten Babys werden mit gesunden Füßen geboren.
Nur rund zwei Prozent kommen mit angeborenen Fehlstellungen zur Welt. Zu den häufigsten Fehlstellungen zählen:

Sichelfuß: Vorderfuß und Zehen zeigen nach innen. Der Fuß hat eine Sichelform. Achtung: Sichelfüße können auch entstehen, wenn Ihr Baby zu häufig in Bauchlage schläft.

Knick-Senk-Fuß: Ursache ist eine Sehnen- und Bänderschwäche, die die Ferse nach innen knicken lässt. Sicheres Indiz: Die Schuhsohlen sind am Innenrand abgelaufen.

Spreizfuß: Zehen spreizen sich fächerförmig.

Jeder Kinderfuß wächst nach seinem Tempo. Es gibt keine Norm dafür. Ihre Kinderärztin/Ihr Kinderarzt prüft bei jeder Vorsorgeuntersuchung, ob sich Ihr Kind und seine Füße gut entwickeln und ist bei Fragen für Sie da.

In den Alltag eingebaute, spielerische Fußgymnastik kann eine gegebenenfalls ärztliche Behandlung begleiten und die Fehlstellungen verbessern.

Loch im Strumpf?

Bei den restlichen 98 Prozent der Kinder beginnt eine Schädigung der Füße oft, bevor die Kleinen laufen lernen – im Säuglingsalter. Ihr Fußskelett besteht hauptsächlich aus Knorpel, entsprechend weich und verformbar sind die Füße. Hauptursache für Schädigungen sind zu kleine und nicht fußformgerechte Strümpfe und Strumpfhosen. Die Folge: Die Zehen werden eingezwängt und verformen sich. Auch das Nagelbett des großen Zehs kann sich entzünden. Ein Loch im Bereich des großen Zehs ist ein sicheres Zeichen, dass Strumpf und Strumpfhose zu klein sind.

Mich drückt der Schuh

Die meisten Fußprobleme bei Kleinkindern entstehen – neben Verletzungen und Überbelastung – durch falsches Schuhwerk: zu kleine, zu große bzw. nicht der Anatomie des Fußes entsprechende Kinderschuhe. Die Zehen eines Kinder-fußes sind sehr weich und biegsam und somit leicht verschiebbar. Hat der Fuß keinen Halt oder ist der Schuh zu klein, werden die Zehen nach vorne gestaucht und verkrallen sich.

Welche Spätfolgen sind möglich?

Die Spätfolgen von gestauchten Zehen und Füßen sind nicht zu unterschätzen: Dazu gehören Hallux valgus und Spreizfüße. Unpassende Schuhe verursachen nicht nur Schäden am Fuß, sie können sich sogar in der Folge auf den Halte- und Bewegungsapparat auswirken.

Wie kann ich Fußfehlstellungen vorbeugen?

Regel Nr. 1: Viel Bewegung!

Sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind viel barfuß läuft und möglichst viele unterschiedliche Fußfühl-Erlebnisse hat. Das fördert die Wahrnehmungsfähigkeit der Füße und trainiert gleichzeitig sämtliche Muskeln, Gelenke und Bänder des Fußes. Durch Barfußgehen wird die Fußsohle stimuliert und die Haut wird robuster. Eine einfache, abwechslungsreiche Fußgymnastik unterstützt das Training auf spielerische Weise.

Regel Nr. 2: Regelmäßig messen!

Entsprechend ihres Wachstums ist es ratsam, Kinderfüße drei- bis viermal pro Jahr zu messen. Empfehlenswert ist eine Messung mit dem Weiten-Maß-System (WMS) im Fachgeschäft. Das ist auch ohne Schuhkauf möglich. Das WMS misst nicht nur die Länge, auch die individuelle Fußbreite wird berücksichtigt.

Wie oft sollte gemessen werden?

2. bis 3. Lebensjahr:

alle 3 Monate

3. bis 6. Lebensjahr:

alle 4 Monate

6. bis 10 Lebensjahr:

alle 5 Monate

Regel Nr. 3: Passendes Schuhwerk!

Jeder Fuß ist anders. Schuhe müssen zu den Füßen Ihres Kindes passen. Daher sind Schuhe aus zweiter Hand bloß bedingt zu gebrauchen. Nur wenn sie sehr gut erhalten und nicht einseitig abgelaufen sind, sollte Ihr Kind sie tragen.

Der richtige Zeitpunkt für den ersten Schuhkauf

Kleine Kinderfüße sollen sich ungehindert entwickeln können. Laufen lernen sollte Ihr Kind also barfuß – und es darf gerne so lange wie möglich ohne Schuhe laufen. Die kleinen Füße entwickeln sich so einfach am besten. Wenn es kälter wird, sorgen Anti-Rutschsocken dafür, dass die Füße warm bleiben und Ihr Kind nicht ausrutscht.

Die ersten Schuhe

Zum Zeitpunkt des ersten Schuhkaufs sollte Ihr Kind sicher und ohne Hilfe auf den eigenen Füßen laufen.

Die ersten richtigen Schuhe benötigt ein "Laufanfänger", wenn er draußen die ersten Schritte wagen will. So sind die Füße vor Kälte, Nässe, Feuchtigkeit und spitzen Gegenständen gut geschützt. Drinnen kann Ihr Kind weiterhin ohne Schuhe laufen.

Wie viele Schuhe sollte ein Kind besitzen?

Zwei Paar gut sitzende Schuhe sind ratsam. Da kleine Füße schon wie die großen schwitzen, können die Schuhe im Wechsel lüften oder trocknen. Je nach Jahreszeit, Witterung und Zweck kommen dann Gummistiefel, Turnschuhe und Sandalen hinzu.

Das Qualitätssiegel WMS – Garant für gute und passende Kinderschuhe

  • Seit vielen Jahren sorgt das einheitliche Weiten-Maß-System (WMS) dafür, dass Kinderschuhe richtig passen.
  • Neben der Länge der Füße wird beim WMS auch deren Weite berücksichtigt.
  • Eingeteilt werden die Füße in drei Weiten: weit (W), mittel (M) und schmal (S).
  • WMS-Fußmessgeräte ermitteln eine kombinierte Größe aus Länge und Weite.
  • In die Schuhlänge eingerechnet sind eine Wachstumsreserve und eine Zugabe zum Abrollen, weil jeder Fuß sich beim Gehen ein Stück nach vorne schiebt.
  • In guten Fachgeschäften wird jeder Kinderfuß mit Hilfe des WMS-Messgerätes durch geschulte Verkaufsmitarbeiter genau vermessen, um den passenden Schuh zu finden.

Auch wir von Lurchi sind Lizenznehmer des WMS. Wir verwenden größtenteils die WMS-Leisten zur Produktion unserer Schuhe und haben uns dem Qualitätssiegel WMS verpflichtet.

Auf was soll man beim Schuhkauf achten?

  • Ihr Kind muss beim Schuhkauf unbedingt dabei sein und die Schuhe anprobieren.
  • Lassen Sie Ihr Kind im Geschäft vorab eine Runde ohne Schuhe laufen, das entspannt die Füße.
  • Dann sollte ein Fachverkäufer/eine Fachverkäuferin die Füße messen. Nur in passenden Kinderschuhen finden die kleinen Füße festen Halt.
  • Wichtig ist die richtige Messtechnik. Fragen Sie nach einem WMS-Fußmessgerät. Das ermittelt die perfekte Passform, denn es vermisst die exakte Länge und Breite.
  • Der „Daumentest“ funktioniert nicht, da Kinder automatisch die Zehen einziehen.
  • Kinderfüße werden im Stehen gemessen, das entspricht der normalen Belastung der Füße.
  • Damit die Schuhe nicht zu klein sind, gehen Sie nachmittags zum Schuhkauf. Denn im Verlauf des Tages vergrößern sich die Kinderfüße um bis zu 4 Prozent.
  • Vorsicht vor allzu modischen Modellen wie z. B. Ballerinas oder starre Lackschuhe. Sie eignen sich nicht fürs regelmäßige Tragen.
  • Der Schuh muss Ihrem Kind natürlich gefallen. Richtig wohl fühlen sich Kinderfüße, wenn das Obermaterial weich und luftdurchlässig ist und die Sohle biegsam und rutschfest.
  • Auch die Socken müssen richtig passen.

Das können Lurchi-Schuhe

Zusätzliche Reißverschlüsse bei Schnürschuhen sorgen für leichtes und bequemes An- und Ausziehen.

Klettverschlüsse machen Schuhe weitenregulierbar und ermöglichen eine optimale Anpassung an den Kinderfuß. Schon die Kleinsten können sie öffnen und schließen.

Flexible, rutschhemmende Sohlen mit Motiv bieten Halt und hinterlassen tolle Spuren.

WMS-Gütesiegel: perfekte Kinderschuhpassform dank WMS.

Die anatomisch geformte Fersenschale schenkt dem Fuß Halt.

Eine hochwertige Innenausstattung, sei es Leder, Winterfutter oder Tex-Membran, reguliert die Temperatur und transportiert die Feuchtigkeit von innen ab. So können kleine Füße prima durchatmen.

Der Spitzenschutz schützt die Füße und sorgt für längere Haltbarkeit des Schuhs.

Rennen, springen, hüpfen: Hochwertige, flexible Sohlen mit umlaufendem Kantenschutz passen sich jeder Bewegung an.

Die atmungsaktive Wasserlasche verhindert nasse Füße.

Elastische Gummisenkel erleichtern das An- und Ausziehen.

Herausnehmbare, lederbezogene Einlegesohle zur Kontrolle der Schuh-Passform und Größe: Die Abdrücke der Zehen auf der Sohle zeigen, ob der Schuh noch passt.

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